Danny Gottlieb

 

 

Daniel Gottlieb, Danny genannt, ist bei Duke & Dukies für die tiefen Töne zuständig. Er spielt das größte Instrument, den Kontrabass. Gleichzeitig hat er aber das kleinste Auto, einen Smart. Bei Gig-Anreisen stopft er den Moby Dick der Instrumentenwelt regelmäßig in sein kleines Gefährt. 

Der Bass ist im Gypsy Jazz das Fundament, auf dem sich das ganze herrliche Gebäude des Band-Sounds erhebt. Erst wenn Danny mit seinen Handwerker-Händen in die Saiten greift, klingt der pumpende Rhythmus fett. Wie Patrick Süskind einst schrieb: „Eine Jazzband fliegt explosionsartig auseinander – bildlich jetzt -, wenn der Baß aussetzt.“ 

Dannys tiefe Linien sind das Rückgrat und auf sein präzises Timing ist Verlass. Als musikalischen Bomben-Entschärfer kann man ihn aber trotzdem nicht bezeichnen, da er mit seinem Groove und gefährlichem Feeling die anderen eher dazu antreibt ihre Licks rauszuknallen. Das merkt man auch, wenn Danny in seiner zweiten Band, dem Pure Fruit Orchester den Viersaiter mit Reggae-Pattern bearbeitet. 

Bei den Dukies unterstützt Danny hin und wieder Fridtjofs Gesang mit einer Zweitstimme. Obwohl er als Tischler arbeitet hat er in der School Of Music studiert und kommt aus einer musikalischen Familie. Wenn Maceo Parker in der Fabrik spielt, findet man Danny im Publikum den Funk einatmen.

 Mit seiner Frau und seinen 3 Kindern wohnt Danny im eigenen Holzhaus am Rande eines Waldes, dass passt zu dem hölzernen und geerdeten Klang des Kontrabasses. Zusammen mit seiner Familie war er auch auf dem Django Reinhardt Festival in Frankreich. Tagsüber hat er dort Nutella Brote für die Kinder geschmiert und abends bei Jam-Sessions für den halben Campingplatz die Walkin-Lines gezupft.